Skalierbarkeit von premergency für Geodaten und Mehrsprachigkeit über Landesgrenzen hinweg

Analyze area coverage

Oftmals werden wir von interessierten Feuerwehren gefragt, ob unsere Lösung premergency auch international funktioniert. Eine typische Frage ist „Kann das das“. Um die Möglichkeiten für Metropolen, Großstädte, Städte und Gemeinden vorzuführen, haben wir eine neue Demoversion für Seattle (USA) erstellt. Lesen Sie hier, welche neuen Features für den weltweiten Einsatz nötig sind.

Am Anfang unserer Entwicklung stand die Erkenntnis, dass wir Behörden mit einem amtlichen anerkannten Koordinatensystem unterstützen möchten. Daher war die Grundüberlegung die Universale Transversale Mercator-Projektion (UTM) in Zone UTM32 N/33 N zu verwenden. Damit werden Deutschland, Österreich und die Schweiz möglichst verzerrungsfrei abgespeichert und ausgegeben. Im Browser hingegen fiel unsere Wahl auf WGS84, um eine größtmögliche Kompatibilität zur Technologieszene zu wahren.

Kurzum: Alle Speicherformate und Exporte basieren auf UTM-Koordinaten und können somit in andere behördliche (BOS)-Systeme übernommen werden.

Skalierung und 3D-Beschleunigung

Eine weitere häufige Frage von Großstädten ist: Skaliert das? Ja, tut es. Wir haben die Systemarchitektur so ausgelegt, dass einerseits eine 3D-Beschleunigung in der Browseroberfläche möglich wird und andererseits jedes Projekt eine eigene Datenbank erhält. Diese Datenbank kann auch entsprechend skaliert werden.

Calculate and predict incident risks
Demoprojekt Seattle (USA): Millionen von Einsätze werden per 3D-Beschleunigung im Browser dargestellt.

NFPA-Standards und weltweite Unterstützung

Wir haben die Projekteinrichtung so erweitert, dass wir ohne Umstellung weltweit Projekte einrichten können. Der Nutzer kann sofort ohne Datenupload starten. Dies wird möglich, indem wir auch UTM-Koordinatensysteme für Nordamerika oder den Rest der Welt unterstützen. Zum Anlegen eines neuen Projekts, z.B. in den USA, wird nur Name und Stadtgebiet gebraucht. Unser System berechnet das dazu passende UTM-Band und die Zone und wir sind startklar.

Für Nordamerika unterstützen wir auch mehrere NFPA-Standards:

  • NFPA-901: Import und Berichtswesen basierend auf einem Standardformat NFPA-901,
  • NFPA-950: Data Development and Exchange – also Realzeit-Austausch, Import, Visualisierung von Einsatzdaten,
  • NFPA-1300: Community Risk Assessment – Auswertung der Gefahrenkartierung und Löschwasserversorgung im Gemeindegebiet.

Die NFPA-Standards zur Feuerwehrbedarfsplanung bzw. Brandschutzbedarfsplanung und Einsatzvorplanung sind sehr lesenswert (Link) Die Standards beschreiben sehr eingängig, was bei der Digitalisierung des Feuerwehrwesens notwendig ist und sind pragmatisch umsetzbar.

Eine kleine Einschränkung gibt es für Norwegen: Da Spitzbergen bzw. Svalbard aus dem universellen System herausfällt, wird hier eine Sonderbehandlung notwendig. Aber auch dies haben wir umgesetzt, so dass die Gemeinden auf Spitzbergen ab sofort gerne premergency mieten können…

Mehrsprachigkeit

Weiterhin haben wir die Möglichkeit der Mehrsprachigkeit in premergency geschaffen. Für jeden Benutzer kann die Sprache der Benutzeroberfläche separat konfiguriert werden. Standardmäßig stehen Deutsch und Englisch zur Auswahl. Auf Wunsch können auch andere Sprachen angeboten werden. Derzeit arbeiten wir übrigens an der kölschen Übersetzung.

Gefahrenklassifizierung national und international

Auch den Föderalismus in Deutschland haben wir bedacht: Dieser führt zwar nicht mehr zur Mehrsprachigkeit, aber dennoch zu unterschiedlichen Gefahrenklassifizierungen. Daher beherrschen unsere Klassifizierungsalgorithmen und die Benutzeroberfläche je nach Bundesland unterschiedliche Klassensysteme. Das gleiche System setzen wir weltweit ein.

Gefahrenklassifizierung nach NRW-Standard: Die Gefahrenhauptklassen und deren Ausprägung sind nach Land und Standard konfigurierbar.

In diesem Artikel haben wir gezeigt wie wir premergency für die internationale Anwendung optimiert haben. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jeder Zeit zur Verfügung.

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