Automatische Analyse der Wasserversorgung in der Gefährdungsanalyse

Die Wasserversorgung im Einsatzgebiet ist ein essentieller Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes sowie der Gefährdungsanalyse in der Feuerwehrbedarfsplanung. Premergency macht es nun möglich das Wassernetz mit der Klassifizierung des Einsatzgebiets zu kombinieren.

Mittels des neuen Algorithmus in Premergency lässt sich die Löschwasserversorgung im Einsatzgebiet nach DVGW W-405 und AGBF-Fachempfehlung 2018-4 “Löschwasserversorgung aus Hydranten in öffentlichen Verkehrsflächen” automatisch analysieren. Dies kann eine eine drohende Unterversorgung proaktiv aufdecken.

Premergency nutzt hierbei die digitalen Daten der Wasserwirtschaft (Leitungsnetz, Hydranten), um innerhalb von Sekunden die Wasserversorgung im gesamten Stadtgebiet zu analysieren. Hieraus ergibt sich eine geschätzte Arbeitsersparnis in der Feuerwehrbedarfsplanung von bis zu 90% für Löschwasser in der Gefährdungsanalyse (Sekunden statt Tage).

Sind digitale Karten der Wasserversorgung örtlich verfügbar?

Premergency nutzt in der Analyse die Daten der örtlichen Wasserversorger. Die örtlichen Wasserversorger sind mit der europäischen INSPIRE-Richtlinie (INSPIRE-RL  2007/2/EG) zur Bereitstellung der digitalen Daten verpflichtet worden. Daraufhin hat die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (kurz LAWA) im Jahr 2014 die Handlungsempfehlung “INSPIRE in der Wasserwirtschaft” veröffentlicht. Demnach lässt sich heute (2020)  davon ausgehen, dass digitale Leitungsnetze in Deutschland flächendeckend im Rahmen der Geodateninfrastruktur (GDI-DE) zur Verfügung stehen.

Wir stellen jedoch öfters in Projekten und bei Neukunden fest, dass die lokalen Wasserversorger diese digitalen Karten ungern weitergeben. Meist reicht aber ein erneuter Hinweis auf die o.g. Richtlinie und die LAWA-Handlungsempfehlung um eine Kooperation möglich zu machen.

Wie analysiert Premergency die Löschwasserversorgung?

Premergency nutzt die Gebäudeklassifizierung sowie die Grundfläche um den Bedarf an Löschwasser gemäß AGBF-Fachempfehlung zu berechnen. Die zur Verfügung stehende Löschwassermenge wird dann anhand der im Umkreis verfügbaren Hydranten und Löschwasserstellen mithilfe physikalischer Basisformeln approximiert. In Zukunft planen wir eine Erweiterung um eine hydraulische Simulation, um Stich- und Ringleitungen noch besser unterscheiden zu können.

Die Ergebnisse werden dann pro Gebäude abgespeichert und können tabellarisch exportiert werden. Für eine schnelle Übersicht steht ein Layer in der Kartendarstellung (Modul Gefährdungsanalyse) zur Verfügung. Planungsraster mit Unterversorgung werden farblich hervorgehoben und somit schnell erkennbar. Die Karten können als Grafik mit bis zu 1200dpi hochauflösend oder als Vektorkarte im Format ESRI™ Shapefile für die Weiterverwendung exportiert werden.

Zusammenfassung

Premergency macht die Analyse der Löschwasserversorgung zur Leichtigkeit. Über automatisierte Prozesse ermittelt die Software innerhalb weniger Sekunden die Verfügbarkeit von Löschwasser in Ihrem Einsatzgebiet. Die örtliche Verteilung wird auf einer Karte angestellt. Mögliche Unterversorgung werden ebenfalls auf der Karte hervorgehoben und leicht erkennbar.

Mit Premergency haben Sie die Löschwasserversorgung stets im Blick. Und das bei bis zu 90 % Zeitersparnis in der Bedarfsplanung.